Fairtrade Gold – Recycling Gold – Ökogold | Nachhaltigkeit und Verantwortung

Fairtrade Gold – Recycling Gold – Ökogold

Nachhaltigkeit und Verantwortung

Die Gewinnung von Diamanten, Gold und anderen Edelmetallen, oftmals in Entwicklungsländern, kann zu höchst problematischen Auswirkungen für Natur und Menschen führen. Ansätze für einen verantwortungsvollen Umgang damit sind zum einen Fairtrade Gold und zum anderen Recycling Gold, z.B. „Ökogold”.

„Die trauringmanfaktur verwendet für Eure Eheringe und Verlobungsringe ganz bewußt Recycling Gold aus zertifizierten Quellen.
Denn durch Recycling kann auf den Goldabbau mit allen seinen Problemen verzichtet werden.”

Was ist der Unterschied zwischen Fairtrade Gold und Recycling Gold?

Fairtrade Gold

Fairtrade Gold basiert auf der lückenlosen Zertifizierung der Lieferkette des Goldes nach festgelegten Regeln. Die Fairtrade Zertifizierung ist an bestimmte Auflagen gebunden, die von der Goldmine bis hin zu den fertigen Eheringen überwacht werden.

Zertifiziert werden kleingewerbliche legale Goldminen. Zu den zentralen Werten dabei zählen unter anderem

  • ein garantierter Mindestpreis für Fairtrade Gold
  • Fairtrade Prämien für Gemeinschaftsprojekte, z.B. Schulen und Gesundheitszentren
  • Kriterien für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz
  • Verbot illegaler Kinderarbeit und Zwangsarbeit
  • kein Handel mit Gold aus Konfliktgebieten


Fairtrade Gold ist ca. 15 bis 30% teurer als herkömmliches Gold.
Von diesem Aufpreis werden unter anderem die Lizenzgebühr an die Fairtrade Organisation und die Fairtrade Prämien an die Betreiber der Goldminen bezahlt.

 

„Fairtrade Gold” ist nicht gleich „Fair Trade Gold”

Der Begriff Fair Trade (auseinander geschrieben) ist in Deutschland rechtlich nicht geschützt und es gibt kein einheitliches Siegel. Darum kann jeder seine Produkte nach Belieben „Fair Trade” nennen. Deshalb sagt „Fair Trade Gold” faktisch nichts aus.

Anders verhält es sich mit Fairtrade Gold (Fairtrade zusammen geschrieben). Der Begriff und das Siegel Fairtrade sind geschützt. Sie werden von der Fairtrade Labelling Organizations Internations (FLO) vergeben.

 

Recycling Gold

Während Fairtrade Gold versucht, die Gewinnung von neuem Gold weniger problematisch zu gestalten, bedeutet die Verwendung von Recycling Gold den Verzicht auf den Abbau von neuem Gold.
Damit entfallen sowohl die zerstörerischen Eingriffe in die Natur, wie auch die Belastung von Menschen in dem Zusammenhang.

Anstelle dessen wird bereits vorhandenes Gold wieder aufbereitet.
Ganz hervorragend eigenen sich dazu z.B. Altgold aus Schmuck, Zahngold, beschädigte Münzen, usw.
Eine immer größere Rolle spielt auch das Recycling von Elektronik-Schrott für die Gewinnung von Recycling-Gold und anderen Rohstoffen.

Umweltbilanz von Recycling Gold

Recycling Gold hat eine beeindruckend bessere Umweltbilanz, verglichen mit neu abgebautem Gold (auch nach Fairtrade-Kriterien).

Den sogenannten Klimafußabdruck für die Herstellung von 1 kg Gold drückt man mit der Masseinheit CO2-Aquivalent (CO2e) aus, einem Messwert zum Vergleich der Klimawirkung verschiedener Prozesse.

Die Herstellung von 1 kg Recycling Gold aus altem Goldschmuck, mit einer Anlage auf hohen technologischen Standards, hat eine Klimawirkung von ca. 30 kg CO2e oder weniger.
Der Abbau von 1 kg neuem Gold, auch unter Fairtrade-Bedingungen, hat eine Klimawirkung von ca. 16.300 kg CO2e.

Damit der Goldabbau ca. 560-fach* so klimaschädlich wie die Gewinnung von Recycling Gold.

Oder anders ausgedrückt:

Die Gewinnung von 1 kg Gold durch Goldbergbau (auch unter Fairtrade-Bedingungen) ist genau so klimaschädlich wie die Gewinnung von ca. 560 kg Recycling Gold aus Goldschmuck*.

Die anderen Auswirkungen des Goldbergbaus, wie die Zerstörung von Natur, der Eintrag von Giften in die Umwelt, die gesundheitliche Gefährdung und soziale Ausbeutung von Menschen, usw. werden von diesem Vergleichswert nicht erfasst und kommen noch hinzu.


(*Quelle: Fritz, B., Peregovich, B., Schmidt, M., 2020. Environmental Impact of High-Value Gold Scrap Recycling. The International Journal of Life Cycle Assessment. > Zum Artikel)

Eure Eheringe aus Recycling Gold und nachhaltig gehandelten Brillanten


Ich habe mich für das Konzept Recycling-Gold („Ökogold”) entschieden.

Es wird kein neues Gold, Platin oder Palladium für Eure Eheringe gewonnen. Die trauringmanufaktur verwendet aufbereitetes Edelmetall, das sich bereits im Umlauf befindet.

Die trauringmanufaktur bezieht ihre Edelmetalle, also Gold, Platin und Palladium, bei Lieferanten mit einer Mitgliedschaft im Responsible Jewellery Council. Das RJC setzt hohe Maßstäbe für verantwortungsbewusste ethische, menschenrechtliche, soziale und ökologische Praktiken für den Handel von Diamanten, Gold- und Platingruppenmetallen (Platin und Palladium).

Recycling Gold (auch Recycling Platin und Recycling Palladium) haben den gleichen Preis wie herkömmliche Edelmetalle. Es gibt hier keinen Aufpreis, wie bei Fairtrade Gold.

Viele Lieferanten wählen eigene Handelsnamen für ihr Recycling Gold. Unser Haupt-Lieferant nennt sein Recycling Gold „Ökogold”.

Unsere Brillanten stammen aus nachhaltigen Quellen.
Wir beziehen Brillanten ausschliesslich aus Quellen, die zertifizierte Mitglieder der Organisation RJC (Responsible Jewellery Council) sind.

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