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Der perfekte Brautlook - Stylistin Fenja Hermann im Interview

Auch die liebe Fenja hat sich bereit erklärt ein Interview für unser YouTube Format "Draussen nur Kännchen" mit uns durchzuführen. In diesem Interview erfahrt ihr, was das Geheimnis für das perfekte Brautstyling, eine Brautfrisur, die den ganzen Tag sitzen muss und ein Make-Up, das jeder Träne standhält, ist. 

Wir sprechen mit Fenja von der Wandelbar über Trendlooks, Tipps für Bräute und typische Fragen, die vor dem Styling aufkommen.

Birte: Hallo Fenja, schön dass du da bist. Wir kennen uns ja schon von einigen Hochzeitsmessen und wir haben auch schon ein Paar andere Sachen zusammen gemacht. Verrate uns doch mal für alle anderen, die dich noch nicht kennen, wer bist du? Was machst du? Erzähl mal ein bisschen über dich.

Fenja:
Ja, danke für die Einladung. Ich bin Fenja. Ich bin fast 30 Jahre alt, komme aus Herdecke und ich bin unter anderem Brautstylstin und begleite Bräute, ja, bereits vor der Hochzeit und dann aber besonders an ihrem schönsten Tag. 

Birte: Ich finde ja diesen Bereich Styling und generell auch Haare, Make up total interessant. Vielleicht gibst du uns einfach mal einen kleinen Einblick in das, was du so machst tagtäglich. 

Fenja:
Ja, also wenn sich die Bräute bei mir melden, dann machen wir als erstes einen Termin für die Brautprobe aus. Da besprechen wir alles, da gucken wir, wie stellt sich die Braut das vor? Wie möchte sie an ihrem Tag aussehen? Was passt auch zu ihrem Kleid, was sie tragen wird? Was passt zu dem Stil der ganzen Hochzeit? Ist das eher Boho? Ist das klassisch? Wie läuft das ganze ab? Meistens kommen sie natürlich mit Vorstellungen, wie das Make up aussehen soll, wie die Haare aussehen sollen. Und ich gucke natürlich auch: Passt das zu dir als Typ? Und dann probieren wir das Ganze aus, probieren manchmal auch verschiedene Frisuren aus, gucken beim Make up, was passt zum typen? Und ja, wenn das alles steht, dann halten wir das so fest und machen das an dem Hochzeitstag alles nochmal.

Birte: Okay. Gibt es irgendwie so ein Lieblingsstyle oder gerade so einen Trend, wo du sagst da gehts hin oder machst du irgendwas ganz besonders gern?

Fenja:
Also Trendmäßig ist eigentlich immer noch Boho angesagt. Das zeiht sich glaube ich jetzt schon so seit zwei Jahren durch. Aber es kommen jetzt doch auch immer mal mehr die, die wieder so ein bisschen zurück zu dem klassischen, so ein bisschen cleaneren Look gehen. Also beim Boho ist es viel noch mit Blumen im Haar, die Haare halb offen, Locken, verspielt. Und beim Cleaneren sind es dann eher die strengen Dutts, zum Beispiel, ohne Blumen. Dann haben die viel in weiß gehalten auf der ganzen Hochzeit und ich freue mich über die Abwechslung. Wenn ich jetzt sagen würde, ich mache nur den einen Look total gerne, dann hätte ich den fünfmal hintereinander und würde mich dann über einen anderen freuen. Aber so ist die Abwechslung eigentlich schön, dass da so verschiedene Typen kommen. Darum würde ich eigentlich sagen, ich mache die Abwechslung besonders gerne. 

Birte: Fenja, was macht denn das Brautstyling wirklich so zum Brautstyling? Also gibt es einen Unterschied zu dem Alltäglichen, wie man sich vielleicht schminkt oder sich irgendwie frisiert? Muss man irgendwas Besonderes beachten?

Fenja:
Also bei einer Hochzeit ist ja besonders wichtig, dass es tränenfest ist, dass das Foto tauglich ist. Und ich würde sagen, das macht schon den Hauptunterschied zum normalen Styling. Man muss halt einfach gucken, dass gerade das Make up auf Fotos gut aussieht, richtig rüberkommt. Aber im echten Leben dann, also in dem Moment, wo die Gäste sie angucken, nicht zu viel wirkt, da muss man eine gute Mitte finden. Das Gleiche gilt natürlich auch bei den Haaren. Die müssen Wind, Wetter, Umarmungen aushalten, ohne dass es aber nach zu viel Haarspray zum Beispiel aussieht, dass das einfach keine Betonfrisur ist. 

Birte: Wie so ein Helm...

Fenja:
Genau. Also das ist so das, was es, glaube ich, vom Alltag unterscheidet. Die Haltbarkeit, die Fototauglichkeit und ja, dass es allen Wind, Wetter, Tränen, Widrigkeiten standhält.

Birte: Okay. Wie ist denn das, wenn jemand zu dir kommt, zu so einem Probetermin, was passiert da üblicherweise und wie findet ihr dann gemeinsam so den perfekten Look?

Fenja:
Ja, also die Braut kommt ja im besten Fall mit Vorstellungen. Sie hat schon ihr Kleid gefunden. Sie hat ein bestimmtes Bild von sich im Kopf, zeigt mir meistens Fotos vom Make up, von den Frisuren, die sie sich vorstellt. Und wenn ich die Braut sehe, dann habe ich natürlich auch schon direkt was im Kopf. Ohne das Kleid schon gesehen zu haben oder auch zu wissen, in welchem Stil sie heiratet. Dann gucke ich, passen ihre Vorstellungen denn auch wirklich zu dem, was sie an hat? Wie sie heiratet? Also wenn sie jetzt zum Beispiel eine richtige Boho-Hochzeit hat, ein Boho-Kleid, sich aber eine strenge Frisur wünscht oder so ein richtig dunkles, starkes Make up, dann gucke ich natürlich schon oder versuche ihr zu sagen: Hey, guck mal, das passt jetzt nicht ganz zu dem... Und dann versuche ich ihr Alternativen zu zeigen und eigentlich finden wir immer einen ganz guten Mittelweg, dass ich mit ihr zufrieden bin, mit meiner Arbeit und dass sie aber auch glücklich ist, sich wohlfühlt, sich nicht verkleidet fühlt. Und wenn wir das haben, sind wir fertig. 

Birte: Okay. In den Beratungsterminen gibt es wahrscheinlich immer ähnliche Fragen, die dir die Bräute stellen. Kannst du vielleicht schon mal so ein paar Infos raushauen, dass sie sich ein bisschen vorbereiten können? Also gibt es was, was sich immer wiederholt oder vielleicht irgendwie Tipps, die du vorab schon mal geben könntest?

Fenja:
Also meistens wird natürlich gefragt: Wie kann ich mich vorbereiten? Wie kann ich meine Haut vorbreiten? Und eigentlich sage ich immer: Macht keine Experimente. Also macht jetzt keine Masken vorher, die ihr noch nie gemacht habt. wer weiß, wie die Haut reagiert. Macht einfach alles so wie immer an dem Tag. Wascht das Gesicht, cremt euch ein und das war´s. Also auch bei den Haaren, da muss ich gucken, wie sind die, wie ist die Haarstruktur der Braut. Wenn ihr zum Friseur geht, dann am besten zwei Wochen vorher, damit die sich auch wieder ein bisschen normalisiert haben und nicht ganz so frisch gefärbt sind. Aber was ich immer sage: Macht keine Experimente vorher!

Birte: Okay. Also der Mastertipp: Macht keine Experimente. 

Fenja:
Macht keine Experimente.

Birte: Jetzt bin ich natürlich total neugierig. Wie sähe denn das perfekte Brautstyling für mich aus?

Fenja:
Oh jetzt hast du mich aber eiskalt erwischt.

Birte: Eiskalt erwischt, ja das war der Plan :-)

Fenja:
Also, wenn du heiratest, dann wäre das mit Sicherheit so überhaupt nicht Mainstream. Ich glaube, ich würde dich so ein bisschen so in diese 50s Richtung irgendwie so ein bisschen bringen. Also die Haare so wie du sie jetzt ja auch schon trägst, dass man die so ein bisschen auf der einen Seite zurück, da vielleicht irgendwas, vielleicht so eine Feder oder sowas.

Birte: Okay. 

Fenja:
Also nichts hochgesteckt oder so, natürlich. Das würde ich mir so vorstellen. 

Birte: Ja, spannende Einschätzung. Vielen Dank. 

Fenja:
Gerne.

Birte: Fenja, ich vermute mal, dass du total ausgebucht bist und mich würde interessieren: Wie lange im Voraus sollen sich denn die Bräute bei dir melden?

Fenja:
Also eigentlich natürlich sobald sie wissen, dass sie heiraten und das Styling haben möchten von mir. Jetzt habe ich dieses Jahr zum Beispiel aber so gemacht, dass ich die Anfragen wirklich erst ab Oktober annehme, dass ich mir einfach klar sein kann, wie läuft mein nächstes Jahr. Dass auch andere Bräute die Chance haben, die ein bisschen später erst anfangen, überhaupt dran zu kommen, die können sich dann dementsprechend melden.

Birte: Also ab Oktober kann man sich bei dir melden und dann gilt so ein bisschen, wer zuerst kommt, malt zuerst.

Fenja:
Absolut. Ja.

Birte: Hast du das auch schon mal, dass die Bräute dann zu dir kommen und haben vielleicht schon eine Idee mitgebracht und du hast sofort im Kopf: Das passt gar nicht? Und wie gehst du damit um? Also, ich höre das bei mir ganz häufig, dass die dann nach so einer kleinen Kennlernphase irgendwann anfangen, mir wirklich dann einfach zu vertrauen und dann einfach auch sich mal drauf einlassen, was ich vielleicht vorschlage. Wie ist das bei dir?

Fenja:
Eigentlich genau so. Also das ist natürlich auch schon vorgekommen, auch nicht nur einmal, dass die Bräute zu mir kommen und sich was vorstellen. Also gerade bei den Frisuren ist das oft so, dass die Fotos sehen von Frisuren, von Pinterest Frisuren, am besten noch bearbeitet bis zum geht nicht mehr und sagen: "So, das hätte ich jetzt auch gerne." Und dann spielen die Haare aber nicht unbedingt mit. Und sie haben sich ja für mich entschieden, weil sie meine Arbeit mögen, weil sie meiner Arbeit vertrauen. Und da hat es eigentlich noch immer gepasst. Und dafür machen wir ja auch, wie gesagt, schon die Probe, dass wir da alles besprechen. Sie sehen sich ja dann auch mit meiner vorgeschlagenen Alternative vielleicht. Und da haben wir bis jetzt auch immer eine gute Lösung gefunden. 

Birte: Wie lange dauert ein Probetermin?

Fenja:
So zwei, zweieinhalb Stunden. 

Birte: Okay, und der Termin dann am Hochzeitstag?

Fenja:
Für die Braut meistens eigentlich auch um den Dreh so zwei, zweieinhalb Stunden. Klar, dann kommen eventuell noch Gaststylings dazu, dann mache ich die Trauzeugnin noch fertig, dann summiert sich das am Ende natürlich. Also für die Braut an sich auch eigentlich  so zwei, zweieinhalb Stunden.

Birte: Das heißt, wenn die Bräute dann da sitzen, total aufgeregt und ihrem Tag quasi entgegenfiebern, dann bist du nochmal so ein bisschen der Ruhepol vorweg. So ein bisschen Entspannung und einfach noch mal so runterkommen, besinnen und dann straten sie in den Tag? 

Fenja:
Ja, auf jeden Fall. Ich bin ja nunmal auch die letzte Station, quasi bevor es direkt zum Traualtar geht. Die wissen, sie können jetzt eh nichts mehr machen, nichts mehr vorbereiten. Jetzt ist es wirlich der letzte Punkt, wo sie auch die Verantwortung ein bisschen abgeben müssen. Von daher ist das glaube ich wirklich nochmal so eine letzte Entspannungsstation, bevor sie dann am Ende nochmal kurz ein bisschen aufgeregt werden, weil es dann gleich wirklich losgeht.

Birte: Hattest du schonmal eine Braut, die so richtig Torschlusspanik hatte nochmal in dem Moment?

Fenja:
Ne.

Birte: Okay, also alle haben durchgezogen.

Fenja:
Alle haben durchgezogen. 

Birte: Vielen Dank, liebe Fenja für das total interesannte Gespräch und die Einblicke, die du uns gewährt hast und ich freue mich, dass du da warst.

Fenja:
Sehr gerne. Ich freue mich, dass ich hier sein durfte.

Wandelbar by Fenja

Wenn ihr Kontakt zu der lieben fenja aufnehmen wollt oder euch ein bisschen inspirieren lassen möchtet, dann schaut doch mal auf Fenjas Instagram Kanal vorbei: wandelbar_by_fenja

Hier könnt ihr euch das Interview mit Fenja ansehen

Das perfekte Brautstyling

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