Ein Juwelier ist Händler.
Er verkauft online oder in seinem Ladenlokal Schmuck – zum Beispiel auch Trauringe –, den er bei seinen Lieferanten einkauft. Lieferanten können einzelne Goldschmieden sein, größtenteils sind es aber große, industrielle Schmuckhersteller. Damit gehen alle Vor- und Nachteile einher, die man bei einem Geschäftsmodell erwartet, das auf größtmögliches Handelsvolumen baut.
Es geht um Effizienz und Geschwindigkeit, möglich durch standardisierte Produkte, große Stückzahlen und Durchschnittspreise. Für Modeschmuck können wir diesen Weg nachvollziehen, für Trauringe und Verlobungsringe nicht. Diese Stücke sind zum einen sehr emotional, zum anderen haben sie durch das tägliche Tragen viel höhere Anforderungen an die Haltbarkeit. Besonders die Haltbarkeit ist ein großes Problem, denn sowohl die Materialauswahl als auch Faktoren wie Ringstärke sind bei vielen großen Juwelieren unserer Meinung nach fragwürdig.
Anmerkung:
Beim Schreiben dieses Artikels sind wir nochmal auf die Websites von ein paar großen Anbietern gegangen, einfach weil wir das Gefühl hatten, dass sich da in den letzten Jahren doch viel getan hat. Und direkt auf der ersten Seite: Eheringe in 375/- Gold (leider nicht besser als 333/-), gleiche Preise für den Ring in Größe 40 wie in Größe 69 (das ist deutlich mehr Material) und im Konfigurator immer noch die Möglichkeit, 1,2 mm Materialstärke auszuwählen. Besonders online, ohne Beratung, kann man dort als Kunde viel falsch machen. Vielleicht rufen sie dich ja an, wenn du etwas ganz Komisches konfiguriert hast. Wir haben noch Hoffnung!
Apropos Konfigurator…