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Birte Schumacher - Goldschmiedemeisterin & Geschichtenliebhaberin - authentisch, ehrlich, offenherzig

wie alles begann...

Als ich ungefähr sechs war, wollte ich „Sauberer“ werden.

Nicht, weil ich besonders gern geputzt hätte. Ich meinte natürlich Zauberer. Aber das Z kommt im Alphabet ziemlich weit hinten, und irgendwie war mir das damals wohl nicht ganz klar.

Was ich eigentlich wollte, war Menschen begeistern. Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Mit dem, was ich kann.

Der Zauberkasten selbst hat mich dann allerdings ziemlich schnell enttäuscht. Die Tricks waren blöd, der Funke sprang nicht über. Also stürzte ich mich lieber ins echte Abenteuer: Buden bauen, im Matsch spielen, ohne Nintendo aufwachsen und zur Dämmerung wieder zu Hause sein.

Damals tickten die Uhren irgendwie anders. Obwohl es eigentlich noch gar nicht so lange her ist.

Ich war dieses Abenteuer-Kind. Das Kind, das sich in Details verlieren konnte. Das mit Schürfwunden, Dreck in den Haaren und viel zu vielen Ideen nach Hause kam. Ich war die Rebellin, die Holz von Baustellen organisierte, um daraus Igelhäuser zu bauen. Ich habe Regenwürmer über die Straße getragen und Schneckenhäuser geklebt. Und ja, das mache ich bis heute.

Ich war begeisterungsfähig, kreativ und immer ein bisschen anders.

In der Schule war ich die, die per Steckbrief im Lehrerzimmer gesucht wurde. Französisch: 5. Kunst: 1. Irgendwie war also klar, in welche Richtung es gehen musste.

und dann war da diese Idee:

„Werd doch Goldschmiedin."

Aber was genau macht eine Goldschmiedin eigentlich?

Ich wollte doch begeistern. Lächeln ins Gesicht zaubern. Glücksmomente schaffen, die bleiben. Geht das als Goldschmiedin?

Um ehrlich zu sein: Ich hatte keine Ahnung, wohin mich diese Reise führen würde. Aber nach meinem ersten Praktikum war klar: Das macht Spaß. Ich konnte Kreativität und Handwerk verbinden. Und das Ganze sogar, ohne fließend Französisch sprechen zu müssen. Also ging es los: Ausbildung, erste Erfolge, Innungsbeste, Meisterschule.

Und dann?

Ich wollte Erfahrung sammeln. Ein bisschen die Welt sehen. Aber ohne Moos nix los. Also schrieb ich Bewerbungen als Goldschmiedin und stellte ziemlich ernüchtert fest: Wenn du dich anstellen lässt, bist du arm wie eine Kirchenmaus. Und mit Begeisterung und Glücksmomenten hat es auch wenig zu tun, wenn du in einer Kellerwerkstatt sitzt und Zähne aus Altgold entfernst. Dieser Weg war nicht meiner. Also entschied ich mich für die Selbstständigkeit.

Ohne Plan. Ohne Ahnung von Steuern. Ohne zu wissen, was es wirklich heißt, selbstständig zu sein. Ohne je eine Vitrine dekoriert oder ein richtiges Kundengespräch geführt zu haben. Aber ich wusste, was ich konnte: Goldschmieden. Menschen begeistern. Und Schneckenhäuser reparieren. Was sollte da schon schiefgehen?

2011 startete ich also völlig naiv in das große Abenteuer Selbstständigkeit. Mit einem Darlehen in der Tasche und einem Businessplan, von dem ich nur die Hälfte verstand. Die andere Hälfte hätte genauso gut von einer Wahrsagerin geschrieben worden sein können. Der Wahrheitsgehalt wäre vermutlich ähnlich gewesen.

Mein eigenes Atelier. Meine Verantwortung. Meine Kunden. Menschen, die ich mit dem erfreuen konnte, was ich tat. Aber irgendwann merkte ich: Ich wollte mehr.

Mehr Tiefe. Mehr echte Geschichten.

Denn das Leben besteht nicht nur aus Geburtstagsgeschenken und gelöteten Kettchen. Es geht um Emotionen. Um Frauen, die ihren Mann beerdigt haben. Um einen alten Mann der mit einer Träne im Augenwinkel und zwei Eheringen vor mir steht. Um Paare, die heiraten wollen und manchmal auch müssen, um ihrer Familie zu entkommen. Um wahre Liebe, echte Leidenschaft und das pure Leben.

Und da wurde mir klar: Ich schmeiße hin.

Nicht alles. Aber das, was mich nicht mehr berührt. Ich wollte das machen, was wirklich zählt. Ich erinnerte mich daran, was ich als Kind eigentlich wollte: Zauberer sein. Menschen berühren. Sie begeistern. Ihnen etwas mitgeben, das bleibt.

Und irgendwann verstand ich: Ich kann Emotionen in Metall formen.

Also änderte ich mein Konzept. Ich nahm mir mehr Zeit für die Menschen. Für ihre Geschichten. Für das, was zwischen den Zeilen liegt.

Seitdem fertige ich vor allem Trauringe, Verlobungsringe und hin und wieder Trauerschmuck an. Schmuckstücke mit Tiefe. Mit Bedeutung. Mit einem emotionalen Wert, der weit über Material und Karat hinausgeht. Denn mal ehrlich: Was bleibt, wenn wir gegangen sind?

Erinnerungen. Geschichten. Und manchmal ein kleines Stück Metall, das eine ganze Liebesgeschichte erzählt.

Ein Ring, der bei jeder Reise dabei war. Bei jeder Träne. Bei jedem Ereignis. Mit Macken, die das Leben hineingezeichnet hat. Ein Stück Edelmetall, das vielleicht einen höheren Stellenwert hat als jedes andere Ding im Leben. Das war 2017.

heute bin ich Prinzessin *augenzwinker

Mittlerweile bin ich in einem Schloss gelandet. Über Umwege, wie so vieles im Leben. Aber ich wollte einen besonderen Ort schaffen. Einen Ort, an dem Menschen sich willkommen fühlen. An dem sie kurz aussteigen können. Aus dem Alltag, aus dem Lärm, aus dem Müssen.

Ein Ort mit Park, Blumen, wilden Gänsen, Ruhe und Raum für eure Geschichte.

Hier bleibt die Zeit ein kleines bisschen stehen. Hier geht es nicht um Verkaufsdruck, nicht um Standardlösungen und nicht um Ringe von der Stange. Hier geht es um euch. Um eure Höhen und Tiefen. Um das, was euch verbindet.

Das ist meine Motivation.

Das ist ein Teil meiner Geschichte.

Und wenn ihr Lust habt, kommt zu mir ins Schloss. Oder wir treffen uns online und gestalten gemeinsam Ringe für euch.

Für immer.

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