Karat bei Gold bezeichnet den Anteil an reinem Gold in einer Legierung. Feingold ist sehr weich und sattgelb. Um die Farbe und die Härte zu verändern wird es legiert.
Die Einheit Karat gibt an, wie viele von 24 Teilen einer Legierung aus Feingold bestehen.
- 24 Karat entsprechen nahezu 100% Gold
- 18 Karat bedeuten 18 von 24 Teilen Gold, also 75%
- 14 Karat entsprechen 58,5% Gold
- 8 Karat 33%
In Deutschland wird statt der Karatangabe häufig die Feinheit in Promille verwendet.
- 999 steht für nahezu reines Gold (24 Karat)
- 750 für 18 Karat
- 585 für 14 Karat
- 333 für 8 Karat
Wichtig ist die Unterscheidung zum Karat bei Edelsteinen. Beim Gold beschreibt Karat den Reinheitsgrad, bei Diamanten hingegen das Gewicht.
14 Karat Gold, 18 Karat Gold, 585 Gold und 750 Gold einfach erklärt
Wenn ihr euch mit Eheringen oder Verlobungsringen beschäftigt, begegnen euch Begriffe wie 18 Karat Gold, 14 Karat Gold, 750 Gold oder 585er Gold. Oft werden diese Bezeichnungen durcheinandergebracht, dabei beschreiben sie dasselbe: den Anteil von reinem Gold im Schmuckstück.
Damit ihr eine bewusste Entscheidung treffen könnt, erfahrt ihr hier, was hinter den Zahlenchaos steckt.
Was bedeutet 14 Karat Gold?
14 Karat Gold enthält 14 von 24 Teilen reines Gold. Das entspricht 58,5 Prozent Goldanteil. In Zahlen ausgedrückt heißt das 585 Gold oder 585er Gold. Auch hier gilt: 14 Karat Gold und 585 Gold sind identisch. Es sind nur zwei unterschiedliche Bezeichnungen für denselben Feingehalt.
585 Gold ist in Deutschland sehr verbreitet. Der Ring ist etwas härter als 750 Gold, da der Anteil an beigemischten Metallen höher ist. Gleichzeitig ist er preislich etwas moderater. Allerdings ist die Härte nur geringfügig höher und sollte nicht der Auswahlgrund sein. 14 Karat Gold ist auch deutlich heller, fast grünstichig im Vergleich zu 18 Karat Gold.
Was bedeutet 18 Karat Gold?
18 Karat Gold bedeutet, dass 18 von 24 Teilen aus reinem Gold bestehen. Das entspricht einem Goldanteil von 75 Prozent. In Europa wird dieser Feingehalt als 750er Gold bezeichnet. Wenn ihr einen Ring mit der Prägung 750 seht, handelt es sich um 18 Karat Gold. Mit 18 Karat entscheidet ihr euch für einen hohen Goldanteil. Die Farbe wirkt intensiver, satter und wärmer als bei niedrigeren Legierungen. Gerade bei Eheringen steht 18 Karat Gold für eine besonders wertige Ausführung.
Karat oder 585 und 750: Warum gibt es zwei Systeme?
Vielleicht fragt ihr euch, warum einmal von Karat und einmal von 585 oder 750 gesprochen wird. Die Karat-Angabe stammt ursprünglich aus dem angelsächsischen Raum und teilt Gold in 24 Teile ein. Der Feingehalt in Zahlen beschreibt, wie viele von 1000 Teilen reines Gold sind.
18 Karat entspricht 750 Gold,
14 Karat entspricht 585 Gold. Es handelt sich also nicht um unterschiedliche Qualitäten, sondern nur um unterschiedliche Rechensysteme.
Welche weiteren Goldlegierungen gibt es neben 585 und 750?
Neben 14 Karat Gold und 18 Karat Gold gibt es noch weitere Goldfeingehalte, die ihr kennen solltet:
24 Karat Gold entspricht 999 Gold.
-> Das ist nahezu reines Gold und für Schmuck zu weich.
22 Karat Gold entspricht 916 Gold.
-> Wird häufig im internationalen Raum verwendet.
9 Karat Gold entspricht 375 Gold.
-> Enthält nur 37,5 Prozent Gold und ist deutlich günstiger.
8 Karat Gold entspricht 333 Gold.
-> In Deutschland lange verbreitet, enthält nur 33,3 Prozent Gold.
Für hochwertige Eheringe und Verlobungsringe werden in der Regel 585 Gold oder 750 Gold verwendet. 333 oder 375 Gold findet man eher im preisgünstigen Schmucksegment. Hier liegt der Feingoldanteil bei nur grob 1/3 - diese Legierung als Gold zu bezeichnen ist schon etwas anmaßend.
14 Karat Gold oder 18 Karat: Was passt besser zu euch?
Wenn ihr euch zwischen 18 Karat Gold und 14 Karat Gold entscheidet, geht es um Anspruch, Optik und Budget. Mit 750 Gold wählt ihr einen höheren Goldanteil. Die Farbe ist kräftiger, der Materialwert höher. Gerade bei Eheringen, die euch ein Leben lang begleiten, ist das für viele ein bewusstes Qualitätsmerkmal.
Mit 585 Gold erhaltet ihr ebenfalls ein hochwertiges Schmuckstück, allerdings mit etwas geringerem Goldanteil. Der Ring ist deutlich heller und preislich günstiger.
Beide Varianten sind alltagstauglich. Die Frage ist, welche Farbe (sattgelb oder hellgelb) euch besser gefällt. Merkmale wie Härte und Preis spielen natürlich ebenfalls eine Rolle.
Warum der Goldgehalt bei Eheringen eine wichtige Rolle spielt
Ein Ehering ist kein Schmuckstück für besondere Anlässe. Ihr tragt ihn jeden Tag. Deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen, ob 585, 750, 14 Karat oder 18 Karat im Ring gestempelt ist. Der Feingoldanteil beeinflusst Farbe, Gewicht, Härte und Qualität.
Jetzt wisst ihr, was hinter den Zahlen steckt. Und ihr könnt bewusst entscheiden, welche Goldlegierung zu euch und euren Vorstellungen passt.